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Konferenz "Zeit-Zonen"

Partizipation: Zeit ist Macht


Die Arbeitsgruppen thematisierten den Umgang mit dem Machtfaktor durch die Vorgabe von Zeitplänen in der EZ. „Wir verfügen oft einfach über die Zeitressourcen unserer Partner, ohne mit diesen Rücksprache zu halten“, konstatiert Reinhard Hermle (VENRO/Misereor). Partizipation, das wichtigste Instrument, um Ownership herzustellen, müsse sich bewusst mit diesem Machtgefälle an Zeit-Ownership auseinander setzen. Generell wurde festgestellt, dass Anspruch und Realität der Partizipation oft auseinander klaffen.

  • Ein Teil der Diskutanten kritisierte Forderungen nach einer offenen, von Zeitvorgaben freien EZ. Ziele und Instrumente, darunter auch Zeitziele, müssen dialektisch im Dialog beider Partner unter Berücksichtigung der Umstände immer wieder geprüft und ggf. neu ermittelt werden. Zeitliche Begrenzungen werden dabei immer eine wichtige Rolle spielen, da EZ eine Interaktion zweier Gesellschaften in einer keineswegs „herrschaftsfreien“ Situation darstelle. Insofern muss sie die Interessen beider Gesellschaften widerspiegeln. Auch darf sich die EZ nicht an „Ewigprojekte“ binden.

  • Einige der Diskutanten forderten eine konsequentere Eigenverantwortung derjenigen, die sich entwickeln wollten, für ihre eigene Entwicklungsrichtung und ihren hierfür benötigten Zeithaushalt. Die EZ-Partner des Nordens muss sich in diesem offenen Prozess zurückhalten.

  • Gerade durch Partizipation könnten Projektlaufzeiten verkürzt werden. Wenn Projektziele den ureigensten Interessen und Prioritäten der Partnerorganisationen entsprechen, haben diese auch ein starkes Interesse an einer zügigen Realisierung und werden von sich aus einen Zeitrahmen anstreben, der sich von den Ansprüchen der Geber nicht wesentlich unterscheidet.


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Die Zeit
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