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Konferenz "Zeit-Zonen"

Zeit als sachfremde Größe in der EZ


In den Arbeitsgruppen wurde festgestellt, dass der Faktor Zeit in der EZ zumeist als sachfremde Größe gehandhabt wird, die vorwiegend durch den Geber bestimmt wird, v.a. im Rahmen der Finanzierung. Der Faktor Zeit ist der Kern einer eminenten Außensteuerung. Zeit sollte viel stärker aus den Bedürfnissen der EZ und ihren Projekten selbst abgeleitet werden, um die Außensteuerung abzumildern, z.B.

  • durch ein klareres Bewusstsein für die Mehrdimensionalität des Entwicklungsprozesses. „Unser Projektbegriff ist nur ein künstlicher Ausschnitt aus Prozessen“, sagt Martin Bröckelmann-Simon (Misereor).

  • durch ein gemeinsames Agenda Setting zusammen mit den Partnern vor Ort, wobei die Zeitplanung echter Bestandteil der Agenda sein muss. „Es ist gerade die Aufgabe der EZ, die verschiedenen Zeit-Zonen zu überbrücken und als Vermittler zu fungieren“, argumentiert Stefan Helming (GTZ). So könnte es die EZ leisten, mit den Erfahrungen auch einen Input für die Diskussion von Zeitstrukturen in den deutschen Organisationen zu liefern.

  • durch die bewusste Suche nach neuen Partnerschaften, die den eigenen Zeithorizont erweitern, z.B. indem eine kurzfristige Initialmaßnahme vor Ort an einen langfristig oder sogar dauerhaft präsenten Partner angebunden wird.

Die Teilnehmer stellten dabei fest, dass die Haushalte der Geberländer einer Rationalität sui generis folgen, die nicht ignoriert werden kann.


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Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR


Die Zeit
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