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Zeit-Fragen

1. Das Problem


Aus Sicht der Befragten hat das Problem zwei Seiten: Erstens gibt es einen großen Zeitdruck, den die Akteure der deutschen EZ im Gepäck haben, wenn sie ins Ausland gehen; zweitens sind sie vor Ort mit anderen Zeitvorstellungen konfrontiert, die ihre tägliche Arbeit schwierig machen.

Der Zeitdruck in der Entwicklungszusammenarbeit entsteht, weil jeder, der in den verschiedenen Organisationen der EZ arbeitet, einen Auftrag und einen Auftraggeber hat, der erwartet, dass Wirkungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erzielt werden. Berichtspflicht und Evaluationsrhythmen sind Ausdruck dieser Erwartung. Der Begriff des Auftraggebers ist hier im weitesten Sinne zu fassen. Dazu zählt auch der Wähler, dessen Steuern in den Haushalt und weiter in Institutionen, Projekte und Programme der Entwicklungszusammenarbeit fließen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von EZ-Organisationen gehen mit diesem Zeitdruck in die Partnerländer und erleben dort, dass Partner einen anderen Umgang mit Zeit pflegen, zum Beispiel was die Bedeutung von Terminen und Fristen betrifft. Das Verhalten der Partner gefährdet die Zeitziele, die zu Hause, von der Entsendeorganisation, gesetzt sind.
Einer der Befragten berichtete von seinen Erfahrungen aus Nepal: »Es war schwer, unseren nepalesischen Partnern unseren Zeitdruck zu vermitteln. Sie standen auf dem Standpunkt: Was wir in diesem Leben nicht schaffen, erledigen wir im nächsten.«

Wie ist mit dem Zeitdruck umzugehen? Die Handlungsanweisung des Mutterhauses, das Problem vor Ort »situativ« zu lösen, ist offenbar nicht ausreichend.

»Wir müssen den Faktor Zeit schon in unserem Entwicklungsbegriff berücksichtigen« fordert daher Hans-Joachim Preuss, Generalsekretär der Deutschen Welthungerhilfe. Auch andere Befragte waren der Auffassung: Der Umgang mit Zeit in der EZ muss stärker thematisiert werden. Der Faktor Zeit muss von Anfang einkalkuliert werden.


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Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR


Die Zeit

Der Zeitdruck in der Entwicklungszusammenarbeit entsteht, weil jeder, der in den verschiedenen Organisationen der EZ arbeitet, einen Auftrag und einen Auftraggeber hat, der erwartet, dass Wirkungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erzielt werden.


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